Gentechnik

Aus Neue Impulse

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Was geschieht bei der Genmanipulation?

Das Erbgut eines Lebewesens ist in den Zellen/Zellkernen enthalten. Dort gibt es kleine Körperchen, die während der Zellteilung durch Färbung sichtbar gemacht werden können: die Chromosomen [1]. Die Chromosomen selbst bestehen aus einem unvorstelbar langen, millionenfach spiralförmig aufgewickelten Säurestrang (DNS). In diesem Säurestrang sind vier verschiedene chemische Stoffe angeordnet, die wir aus Gründen der Vereinfachung nur mit ihren Anfangsbuchstaben bennen wollen: A, C, G und T. (Ausgeschrieben bedeuten diese Anfangsbuchstaben: Adenin, Cytosin, Guanin und Thymin.)

Ähnlich wie Computerchips heute Informationen durch Nullen und Einsen speichern, so wird die Erbinformation von Lebewesen durch die ANORDNUNG/KOMBINATION der Stoffe A, C, G und T innerhalb der DNS gespeichert. Das ist der genetische Code.

Eine ausführliche Darstellung der DNS, der Gene, der Erbinformation usw. findet sich im Schaubild, siehe Link unten: "Übersicht DNS/DNA und die Gene (PDF)".

Auf diesem Code beruhen sowohl Gemeinsamkeiten einer Art als auch individuelle Unterschiede innerhalb einer Art. Durch diesen Code werden auch die Überlebensmerkmale und Überlebensmechanismen auf die Folgegeneration übertragen.

Bei der Fortpflanzung kombinieren sich Erbinformationen von Vater und Mutter und übertragen sich aufs Kind. So hat die Natur innerhalb von Millionen Jahren gelernt, auf die bestmögliche Art und Weise zu überleben und auf Umwelteinflüsse zu reagieren.

In diese natürliche Ordnung - also in die "Erfahrung von Millionen Jahren" - greift die Gentechnik heute ein und versucht damit "Fehler der Natur zu korrigieren".

Durch ein aufwendiges technisches Verfahren können heutzutage Abschnitte aus einem Chromosom herausgebrochen und isoliert werden. Diese Bestandteile werden in einem weiteren Arbeitsschritt in die Erbinformation eines anderen Lebewesens hineingezwungen, wozu dessen Erbgut natürlich auch aufgebrochen werden muß. Es ist, als ob man eine Perlenkette und eine Bernsteinkette zerschneidet, einige Kugeln aus der einen entfernt, an einer beliebigen Stelle in die andere einbaut und sie wieder zuammenflickt.

So hat die Firma Novartis/Syngenta beispielsweise bereits in den 90er Jahren genmanipulierten Mais („Bt-176“) erzeugt, dem ein Gen eingebaut wurde, das ein Gift produziert. Dieses Gift sollte den Schädling namens Maiszünsler abwehren.

Was will die Gen-Industrie erreichen?

Auf den ersten Blick scheint uns die Gen-Industrie helfen zu wollen. Sie verspricht uns widerstandsfähigere Pflanzen, weniger Pestizide (Spritzgifte), höhere Erträge, Freiheit von Mangel und Krankheit sowie höhere Lebenserwartung. Die Industrie sagt auch, dass Gentechnik nichts anderes täte als die Natur: auch in freier Natur kreuzen sich Pflanzen oder man beobachtet Mutationen (Änderungen) im Genmaterial. In beiden Fällen entstehen neue Arten mit neuen Eigenschaften.

Jedoch hat sich in der Natur noch nie eine Tomate mit einem Regenwurm gekreuzt, noch nie eine Eiche mit einem Tintenfisch oder ein Mensch mit einem Schwein. In der Natur gibt es also Schranken zwischen den Arten (Artenschranken), die offensichtlich sinnvoll sind. Auch wenn man in der Wissenschaft mittlerweile gelernt hat, beliebige Grenzen zu überschreiten, ist es für den gesunden Menschenverstand klar, dass hier etwas nicht stimmen kann. Entsprechend katastrophal sind die Auswirkungen der Gentechnik auf das natürliche Leben (s.u.).

Schließlich muß man sich fragen, welche Ziele die Genindustrie wirklich verfolgt, wenn ein Konzern wie Monsanto mit dem Slogan wirbt: „No food shall be grown that we don’t own“ (es soll keine Nahrungspflanze angebaut werden, die nicht uns gehört). Gerade in der Landwirtschaft werden die Bauern von der Genindustrie abhängig gemacht, indem sie vertraglich gezwungen werden, jedes Jahr neues genmanipuliertes Saatgut vom gleichen Konzern zu kaufen und ebenso das zugehörige Pflanzenschutzmittel. Das Saatgut wird auch zunehmend so manipuliert, dass es keine eigenen fruchtbaren Samen mehr hervorbringt (sog. „Terminator-Technologie“). Den Bauern wird sogar gesetzlich verboten, aus ihrer Ernte eigenes Saatgut fürs Folgejahr einzubehalten.

Einige Auswirkungen der Gentechnik

  • Pollen genetisch manipulierter Pflanzen dringen ins Erbgut anderer Lebensformen in weiter Umgebung ein, da Barrieren für Insekten, Wind, Regen völlig unmöglich sind. „Sicherheitsabstände“ von einigen hundert Metern, wie sie Politiker einführen wollen, können niemals die Ausbreitung genmanipulierten Pollens aufhalten.
  • Es entstehen Super-Unkräuter und Superschädlinge, die gegen konventionelle Gifte immun sind. Im Gegensatz zu den Versprechungen der Industrie werden im Laufe der Jahre immer mehr und immer aggressivere Chemikalien verwendet.
  • Tiere, die nur mit Genpflanzen gefüttert werden, siechen und sterben. So verlor ein hessischer Landwirt namens Gottfried Glöckner, der seine Tiere mit dem erwähnten Mais Bt-176 fütterte, innerhalb kurzer Zeit seinen ganzen Viehbestand. Die Tiere starben auf schreckliche Weise.
  • Genmanipulierter Pollen kreuzt sich auf natürlichem Wege in die weite Umgebung eines Feldes aus. Durch diese nicht zu verhindernde Auskreuzung nehmen auch biologisch wertvolle Nutzpflanzen die manipulierten Gene auf und werden so krank und/oder steril. Auch Bio-Felder und –saatgut sind so gefährdet.
  • „Terminator-Technologie“ läßt Pflanzen fortpflanzungsunfähig werden.
  • Bauern werden abhängig vom Nachkauf von Saatgut und Chemikalien bei Gen-Konzernen. Kleinbauern haben Mühe, ihren Hof zu erhalten; viele gehen bankrott. Das Sterben kleiner und mittlerer Bauernbetriebe vervielfacht sich also.
  • Durch Knebelverträge mit den Abnehmern schützen sich die einschlägigen Konzerne vor jeder rechtlichen Verantwortung.
  • Die Patentierung von Genpflanzen, -tieren und -erzeugnissen verschafft den Konzernen absolute Monopolstellungen und die totalitäre Kontrolle über die Welternährung. So erlebte der kanadische Landwirt Percy Schmeiser, dass genmanipulierter Rapspollen in seinen natürlich angebauten Raps einkreuzte. Der Verursacher, die Firma Monsanto, verklagte ihn daher wegen „unerlaubter Nutzung“ ihres Saatgutes. Das Gericht entschied, dass Percy Schmeiser seine ganze Ernte an Monsanto abgeben musste.
  • Der weltweite Hunger steigt, so z.B. in Argentinien oder Indien nach dem Anbau von Gen-Soja oder Gen-Baumwolle. Viele Ackerflächen, die vorher der Ernährung der Bevölkerung dienten, wurden für solche Monokulturen (= Anbau einer einzigen Pflanzenart auf großen Flächen) aufgegeben.
  • Die Ausrottung der Artenvielfalt macht jedes ökologische Gleichgewicht unmöglich. Auch Nützlinge, z. B. Bienen, werden durch genmanipulierten Pollen geschwächt und anfälliger für Krankheiten. Zahlreiche Kritiker führen das massenhafte Bienesterben der letzten Jahre auf die Gentechnik und den erhöhten Chemikalieneinsatz zurück.
  • Die unterschiedlichen Ernährungsbedürfnisse verschiedener Völker und Religionen können nicht mehr berücksichtigt werden.
  • Es entstehen mannigfaltige neue Allergien und Krankheiten.
  • Respekt vor und Liebe zur Schöpfung, ethisches Bewußtsein und Wissen um die „Weisheit der Natur“ weichen einem kalten, wirtschaftsorientierten Denken – die Natur wird zum Legobaukasten.
  • Durch Genanalyse bereits des Embryos im Mutterleib besteht die Gefahr, dass Ärzte zwischen „lebenswerten“ und „lebensunwertem“ Leben unterscheiden.

Das Gefährlichste an der Gentechnik ist: wenn ein manipulierter Samen einmal ausgebracht wurde, ist er nicht wieder zurückzuholen. Die Folgen sind völlig unkontrollierbar.

Gibt es Alternativen?

Zunächst stellen wir fest, dass bereits jetzt alle Menschen auf der Welt reichlich satt werden könnten, wenn die vorhandenen Ressourcen gleichmäßig und ohne Gedanken an Macht und Profit verteilt würden. Wir brauchen also keine Gentechnik, um dieses Ziel zu erreichen.

Die ganzheitliche Heilkunde weiß um die seelisch-geistigen Zusammenhänge von Krankheiten. Wenn sich die Schulmedizin entschließen könnte, die Seele des Menschen nicht als Hirngespinst oder als chemisches Nebenprodukt anzusehen, bräuchte man keine Versuche, Krankheiten genetisch zu kontrollieren.

Widerstandsfähige, ertragreiche und gesunde Nutzpflanzen und -tiere entstehen ganz von selbst in einer natürlichen, gesunden Umgebung. Ein großer Pionier von absolut naturnaher und verblüffend ertragreicher Landwirtschaft ist der österreichische Bauer Sepp Holzer, der mit seiner Methode der „Permakultur“ weltweit großes Aufsehen erregt. Ebenso bietet der sogenannte HOMA-Anbau enorme Möglichkeiten.

Bereits in den 80er Jahren wurden Versuche gemacht, Samen für eine gewisse Zeit in ein elektrostatisches Feld (stehendes, konstantes elektrisches Feld, in dem kein Strom fließt) zu legen. Dadurch wurden offenbar wichtige Ur-Qualitäten im Samen wieder zum Leben erweckt. So konnte man auf diese Weise einen besonders großen, gesunden, kräftigen und fortpflanzungsfähigen Lachs züchten, eine starke, fruchtbare Maispflanze, Ur-Winterweizen u.v.a. Der Chemieriese Ciba, in dessen Labors diese Versuche unternommen wurden, ließ dieses Verfahren patentieren und hält es bis heute unter Verschluss!

Links

Übersicht DNS/DNA und die Gene (PDF)

Zusammenfassung zur Gentechnik (1)

Zusammenfassung zur Gentechnik (2)

Website des Permakulturhofs von Sepp Holzer

Website des HOMA-Hofes Heiligenberg

Urzeitcode-Film

Interview zum HOMA-Anbau (kostenpflichtig)

Interview mit Sepp Holzer (kostenpflichtig)

Monsanto - mit Gift und Genen (Arte-Dokumentation, sehr interessant!)

Diskussionsrunde auf Arte nach der Monsanto-Dokumentation (s.o.)

Fußnoten

  1. griech. chroma: Farbe und griech. soma: Körperchen
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